Bauwoche 2

Unsere zweite Bauwoche ist vorbei! 

Diese Woche haben wir die Innenwände zusammengeschraubt und montiert. Wir haben die Dachmodule gebaut. Außerdem haben wir die Dampfsperre angebracht und abgedichtet. 

Wir begannen damit, die ersten, bereits gebauten Dachelemente mit Seegras zu isolieren. Außerdem haben wir die nächsten Dachelemente aus bereits maßhaltig gebundenen Holzbalken zusammengesetzt. Als Verbindungen wurden Rundzapfen und Schwalbenschwanzzapfen verwendet. Die Elemente konnten wie ein Baukastensystem zusammengesetzt werden, was es uns Schülern ermöglichte, die Elemente selbst zu montieren. Am Montagnachmittag war das Filmteam vor Ort und nahm die verwendeten Materialien auf und dokumentierte den Arbeitsprozess. In den nächsten Tagen bauten wir die Dachelemente Stück für Stück zusammen, beplankten sie auf einer Seite mit einer Diagonalverkleidung und isolierten sie mit Seegras. Als letztes bauten wir das Modul für das Terrassendach. In diesem Modul wurde, anders als bei den anderen Elementen, ein Stahlträger eingebaut. Der Träger wurde bereits mit Bohrungen geliefert. Durch diese Bohrungen haben wir die Holzsparren geschraubt. 

Außerdem haben wir die Dampfsperre angebracht, hier ist es besonders wichtig, die Details richtig zu machen. An den Fensteröffnungen haben wir die Dampfsperre jeweils mit einem zusätzlichen Stück Folie bis zur Mitte der Laibung verlängert. An den Stößen der Folien verwenden wir, wie bei dem gesamten Projekt, keine Kleber. Die Abdichtung erfolgt durch eine PE-Rundschnur, die mit einer U-förmigen Holzlatte auf den Stoß der Dampfsperre gedrückt wird. 

An der Fassade auf der Nordseite gab es Restflächen zwischen den Fenstern, da keine maßgefertigten Fenster verwendet wurden. Es wurden so genannte Lagerfenster verwendet, die z.B. aufgrund von Messfehlern nicht in das ursprüngliche Projekt eingebaut werden konnten. Diese Restflächen haben wir mit der Dampfsperre abgedichtet und anschließend gedämmt. 

Am Donnerstag wurden die Innenwände, die den technischen Kern von den Wohnräumen trennen, montiert. Die Innenwände bilden auch die Außenkanten der Module. Sie sind wichtig für den Transport und die Montage. Um die Module am Kran befestigen zu können, haben wir Stahlplatten in die Wände geschraubt. In diese Stahlplatten kann später eine Gewindestange eingeschraubt werden. Um den Sanitärbereich in Dusche, Toilette und Waschbecken zu unterteilen, errichteten wir zusätzliche Innenwände. Wie die Außenwände wurden auch die Innenwände in Holzrahmenbauweise errichtet und mit Diagonalbrettern beplankt. 

Schließlich haben wir die freiliegenden Deckenbalken mit HVP-Verbindern montiert. Dieser Verbinder ähnelt einem Schwalbenschwanzverbinder, ist aber als Aluminium-Einbauteil gefertigt. In Vorbereitung auf die nächste Woche haben wir den Flur aufgeräumt, gefegt und bereits die Fenster in die HDU verlegt. 

Nach der zweiten Woche kann man bereits durch die Räume der HDU gehen und sich vorstellen, wie das fertige Projekt eines Tages aussehen wird. Wir können es kaum erwarten, die weiteren Fortschritte zu sehen! 

Beste Grüße, Julian und Jonas